“Über mich

Gebürtig aus der Hauptstadt der Herzen, aber zuhause in Hamburg, Wilhelmsburg.

Als Kind saß Sophia Ayissi häufiger auf der Beleuchterbrücke in der Oper als auf einem Spielplatz. Ihre Mutter schaltete dort als Studentin die Obertitel. Weil mal wieder ein Babysitter fehlte, saß Sophia daneben und lernte, dass große Gefühle am besten funktionieren, wenn jemand im Hintergrund den Überblick behält. Inzwischen lebt Sophia hinterm Deich in Hamburg-Wilhelmsburg und schreibt lieber für die Kamera als für die Opern-Bühne.

Ob Crime, Horror oder satirische Serienwelten: Sophia nutzt am liebsten spannungsgeladene Genres, um über Ungleichheit und diskriminierende Strukturen zu sprechen – und dabei trotzdem nicht den Spaß aus den Augen zu verlieren. Schreiben ist für Sophia auch Überlebensstrategie. Statt an der Weltlage zu verzweifeln, packt sie ihre Zweifel, Wut und Verwirrung in Figuren, die die Zuschauenden am Kragen packen.

Nach ihrem Creative-Producing-Studium an der Hamburg Media School, arbeitete Sophia als Producerin bei Wüste Film und war dort unter anderem für den Tatort Bundespolizei verantwortlich, bevor sie mit der Co-Autorenschaft der Folge „Verborgen“ selbst ins Drehbuchfach wechselte. Heute schreibt sie frei, unter anderem für die ZDF-Formate „Wir“ und „Feelings“, sowie für die ARD-Serie „Schwarze Früchte“, die 2024 beim Tribeca Film Festival in New York Weltpremiere feierte. Ein Projekt, das ihr gezeigt hat, dass auch radikal bissige, inklusive und unbequeme Stoffe ein Publikum finden können.

2025 wurde sie in das Berlinale Talents Programm eingeladen und in die Europäische Filmakademie aufgenommen. Aktuell arbeitet sie unter anderem an ihrem Horrorfilm „Vogelfrei“ und gönnt sich als Ausgleich einmal im Jahr einen kompletten „Buffy“-Rewatch.